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Kindersitze: Reboarder vs. vorwärtsgerichtet – Sicherheit geht vor
Die Wahl des richtigen Kindersitzes ist eine der wichtigsten Entscheidungen für die Sicherheit unserer Kinder im Auto. Dabei stehen Eltern oft vor der Frage, ob ein rückwärtsgerichteter Kindersitz (Reboarder) oder ein vorwärtsgerichteter Sitz die bessere Wahl ist. In diesem Beitrag beleuchten wir die Vor- und Nachteile beider Systeme und erklären, warum Reboarder oft als sicherer gelten.
Reboarder: Rückwärtsfahren für maximale Sicherheit
Reboarder sind Kindersitze, in denen Kinder entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Sie sind für Babys und Kleinkinder konzipiert und können oft bis zu einem Alter von vier Jahren oder einer Körpergröße von 105 cm genutzt werden.
Vorteile:
Bei einem Frontalaufprall, der häufigsten und gefährlichsten Unfallart, bieten Reboarder eine deutlich höhere Sicherheit. Der Kopf und Nacken des Kindes werden in den Sitz gedrückt und die Aufprallenergie großflächig über den Rücken und Kopf verteilt. Dies reduziert die Belastung auf den empfindlichen Nackenbereich um bis zu 90% im Vergleich zu vorwärtsgerichteten Sitzen. Die noch nicht vollständig entwickelte Wirbelsäule und die schwache Nackenmuskulatur von Kleinkindern sind extrem anfällig für Verletzungen. Der Reboarder schützt diese Bereiche optimal. Viele Reboarder bieten durch ihre Bauweise auch einen verbesserten Schutz bei Seitenkollisionen.
Nachteile:
Reboarder können auf der Rückbank mehr Platz einnehmen, was in kleineren Autos problematisch sein kann. Der direkte Sichtkontakt zum Kind kann eingeschränkt sein, was aber durch spezielle Spiegel ausgeglichen werden kann. Der Einbau kann anfangs etwas komplexer sein, ist aber mit etwas Übung gut zu bewältigen.
Vorwärtsgerichtete Kindersitze: Ab wann und mit welchen Einschränkungen?
Vorwärtsgerichtete Kindersitze werden in Fahrtrichtung montiert. Sie sind in der Regel für Kinder ab einem bestimmten Alter (oft ab ca. 15 Monaten) oder einer bestimmten Größe/Gewichtsklasse zugelassen.
Vorteile:
Vorwärtsgerichtete Kindersitze sind oftmals einfacher und schneller zu installieren. Kinder haben in vorwärtsgerichteten Sitzen mehr Platz für die Beine. Eltern können ihr Kind in vorwärtsgerichteten Sitzen leichter im Blick behalten.
Nachteile:
Bei einem Frontalaufprall ist das Verletzungsrisiko in vorwärtsgerichteten Sitzen höher. Der Kopf des Kindes wird nach vorne geschleudert, während der Körper vom Gurt zurückgehalten wird. Dies führt zu einer extrem hohen Belastung des Nackens und der Wirbelsäule, was schwere Verletzungen verursachen kann. Der Schutz für den empfindlichen Kopf- und Nackenbereich ist in vorwärtsgerichteten Sitzen deutlich geringer als bei Reboardern.
Empfehlungen und Kooperationen (z.B. Thule und Nachfolger)
Experten, wie der ADAC, empfehlen, Kinder so lange wie möglich rückwärtsgerichtet zu transportieren, idealerweise bis zum vierten Lebensjahr. Viele Hersteller bieten hochwertige Reboarder an, die diesen Empfehlungen entsprechen.
Marken wie Thule und Nachfolger sind bekannt für ihre innovativen und sicheren Kindersitze, darunter auch eine Reihe von Reboardern.
Fazit
Die Sicherheit unserer Kinder hat oberste Priorität. Auch wenn vorwärtsgerichtete Sitze bequemer erscheinen mögen, bieten Reboarder einen unbestreitbaren Sicherheitsvorteil, insbesondere bei Frontalaufprällen. Informieren Sie sich gründlich, lassen Sie sich beraten und wählen Sie den Kindersitz, der den höchsten Schutz für Ihr Kind bietet.
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